"Blüten des Leidens". Aspekte des Schmerzbegriffes und Haltungen zum Schmerzgefühl in Baudelaires Werken

Autor: Gründel, Andreas

Verleger: GRIN Verlag

Genre: Hardcover/Sprachwissenschaft/Allg. u. vergl. Sprachwiss.

ISBN: 3638704424

EAN/ISBN-13: 9783638704427

Sprache: ger

Veröffentlichung: August 2007


 
 
Klappentext zu "Blüten des Leidens". Aspekte des Schmerzbegriffes und Haltungen zum Schmerzgefühl in Baudelaires Werken
Hauptseminararbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Romanistik - Französisch - Literatur, einseitig bedruckt, Note: 2,3, Freie Universität Berlin (Seminar für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft), 11 Eintragungen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Baudelaires poetischer Kosmos wird von zahlreichen terminologischen ,Himmelskörpern' bevölkert, die sein Denken und somit seine Schriften zentral bestimmen. Durch die ausgiebige Rezeption seiner Werke sind einige davon regelrecht zu ,Fixsternen' geworden. Begriffe wie "Spleen" oder "Ennui" scheinen mehr als nur häufig wiederkehrende Motive zu sein. Sie beleuchten in ihrer flirrenden Vielschichtigkeit jede Zeile Baudelaires und laden sie mit zusätzlicher Bedeutung auf.Ein Begriff, der so konsequent das Gesamtwerk durchsetzt und von den poetischen über die theoretischen Schriften bis in die Tagebuchnotizen hinein äußerst häufig auftaucht, ist "la douleur". Im Gegensatz zu anderen Begriffen scheint dieser jedoch kaum wissenschaftlich erschlossen zu sein. Hat Baudelaire zu ,wild' mit dem Begriff gespielt, um ihn wirklich hermeneutisch festlegen zu können? Vielleicht gibt es ja gar keine einheitliche Schmerzkonzeption in seinem Werk? Dies herauszufinden, ist der Ansatz dieser Arbeit. Wie geht Baudelaire mit dem Begriff um? Wie verwendet er ihn und wie verhält er sich zum Phänomen des Schmerzes? Und was impliziert diese Verwendung und dieses Verhalten dann in Bezug auf eine Interpretation des Terminus?Der Schmerz scheint eine geheimnisvolle, eigentümlich abstrakte, aber doch scheinbar so konkret spürbare Größe zu sein. Es handelt sich dabei um einen ,Phantombegriff' mit einer Nicht-Festlegbarkeit und möglichen Vielgestaltigkeit, in der aber genau sein poetisches Potential liegt. Die Haltungen, die das Ich zu seinem Schmerzgefühl einnimmt, erweisen sich als entscheidend für ein Verständnis von Baudelaires Umgang mit sowohl dem Begriff als auch dem Phänomen selbst. Doch diese Beziehungen des Ichs zu seinem eigenen als auch zu fremdem Schmerz werden immer wieder anders aufgebaut und geschildert. Die Verhaltensformen gegenüber dem Schmerz scheinen sich permanent zu ändern. Und doch versucht diese Arbeit, eine bestimmte Bewegungsrichtung in Baudelaires Schmerzauffassung ausfindig zu machen.

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