"Von den Jüden und ihren Lügen" - eine Untersuchung der judenfeindlichen Schrift von Martin Luther bezüglich antijüdischer Bewertungskomponenten und Stilelemente
Klappentext zu "Von den Jüden und ihren Lügen" - eine Untersuchung der judenfeindlichen Schrift von Martin Luther bezüglich antijüdischer Bewertungskomponenten und Stilelemente
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, einseitig bedruckt, Note: 1,3, Technische Universität Dresden (Institut für Germanistik), Veranstaltung: Seminar III: "Die Sprache der Judenfeindschaft anhand ausgewählter Autoren und Werke", 17 Eintragungen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: "...Daß man ihre Synagoga oder Schule mit Feuer anstecke und, was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, daß kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich... ," forderte nicht etwa Josef Goebbels bei einer seiner Hetzreden gegen die Juden, sondern kein geringerer als Martin Luther, der Begründer der evangelischen Kirche. Julius Streicher, einer der heftigsten Propagandisten des Antisemitismus, sagte bei seinem Prozess in Nürnberg 1946: würde er noch leben, so säße Luther an seiner Stelle auf der Anklagebank. Die Nazis beriefen sich in ihrem antisemitischen Weltbild unter Anderem auf judenfeindliche Äußerungen Martin Luthers, genauer gesagt auf Inhalte seiner Schrift: "Von den Jüden und ihren Lügen" von 1543, aus der auch obiges Zitat stammt. Diese Schrift ist geradezu durchsetzt mit antijüdischen Aussagen und gekennzeichnet von einer scharfen Polemik. Sie mündet in Appelle an die Christen, aktiv gegen die Juden vorzugehen. Zu beachten ist, dass diese Schrift trotz aller Beleidigungen keine Schmähschrift darstellt, sondern von ihrer Motivation her ein theologisches Traktat, das im Rahmen von Luthers Theologie zu sehen ist. Die Einstellung Luthers zu den Juden, die in der Forschung kontrovers diskutiert wird, ist nun nicht der Gegenstand dieser Arbeit, sondern es geht vielmehr darum, die spezifisch judenfeindliche Sprache seiner angeführten Schrift vom linguistischen Standpunkt aus zu betrachten. Dabei steht das Hervorheben der antijüdischen Bewertungskomponenten und der zeittypischen antijüdischen Stereotype, sowie die lexikalische Stilanalyse des antijüdischen Wortschatzes im Mittelpunkt, also die Frage welche Inhalte wie transportiert werden.
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